Clearblue Beraterinnen und Berater beantworten die häufigsten Fragen zum Thema Fortpflanzung und reproduktive Gesundheit, um ein besseres Verständnis des eigenen Körpers zu ermöglichen.

Bei Clearblue arbeiten wir aktiv mit einer Reihe von Schwangerschafts- und Fruchtbarkeitsexpertinnen und -experten auf der ganzen Welt zusammen, um unser Anliegen zu unterstützen, so vielen Frauen wie möglich bessere Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft zu bieten. Unsere Expertinnen und Experten sind alle renommierte Vertreter ihrer jeweiligen Fachgebiete und spezialisiert auf Bereiche wie zum Beispiel unterstützte Fortpflanzung, Fruchtbarkeit und Frühschwangerschaft. Sie stellen Ihnen hier ihr umfassendes Wissen zur Verfügung, um zu einem besseren Verständnis der Fortpflanzung und Fruchtbarkeit beizutragen.


Bill Ledger – Babyplanung – Fragen und Antworten

Bill Ledger


  • Warum wird bei Kinderwunsch die Einnahme von Folsäure empfohlen?

    Es gibt gute Belege dafür, dass das Risiko von Neuralrohrdefekten des Babys (wie zum Beispiel Spina bifida) deutlich geringer ist, wenn zum Zeitpunkt der Empfängnis ausreichend Folsäure im Blut vorhanden ist. Nach Empfehlungen der Gesundheitsbehörden von Großbritannien, der USA und anderer Länder sollten gesunde Frauen täglich 0,4 oder 0,5 mg Folsäure zu sich nehmen (diese ist in vielen Vitaminpräparaten zur Schwangerschaftsvorbereitung enthalten). Bei Frauen mit Risikofaktoren für einen beeinträchtigten Folsäurestoffwechsel, wie zum Beispiel Frauen, die Antiepileptika einnehmen oder Frauen mit MTHFR-Genmutationen, wird die Einnahme von 5,0 mg pro Tag empfohlen. Wichtig ist, dass die Folsäure bereits vor der Befruchtung in der Eizelle vorhanden ist.

  • Sollte ich bei Kinderwunsch bestimmte Nahrungsmittel vermeiden?

    Die meisten Nahrungsmittel sind während der Schwangerschaft völlig unbedenklich. Es ist wichtig, während der Schwangerschaft eine ausgeglichene, gesunde Ernährungsweise zu befolgen, die aus angemessenen Mengen der verschiedenen Nahrungsmittelkategorien besteht. Zurzeit bestehen Bedenken bezüglich Infektionen mit Listerien, die durch nicht pasteurisierte und rohe Nahrungsmittel übertragen werden können. Dazu gehören nicht pasteurisierte Milch, Weichkäse, Fertigsalate (zum Beispiel aus Salatbuffets), nicht gewaschenes rohes Gemüse, Pasteten und Leberwurst, kaltes Hühnchen und verzehrfertig geschnittenes Obst sowie Obstsalate. Zur Vorbeugung gegen Listeriose sollten Sie diese Nahrungsmittel mit hohem Infektionsrisiko vermeiden und folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten: rohe Nahrungsmittel tierischen Ursprungs (wie zum Beispiel Rind-, Lamm-, Schweinefleisch oder Geflügel) ausreichend lange gar kochen, rohes Fleisch getrennt von Gemüse, gekochten und verzehrfertigen Nahrungsmitteln aufbewahren und zubereiten und rohes Gemüse und Obst vor dem Verzehr gründlich waschen.

  • Ich hatte vor kurzem eine Fehlgeburt. Ab wann kann ich wieder versuchen, schwanger zu werden?

    In der Vergangenheit wurde von Gynäkologen empfohlen, dass eine Frau nach einer Fehlgeburt bis zu den nächsten Empfängnisversuchen mindestens drei Monate warten sollte. Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft unverändert sind, wenn Sie es direkt nach der ersten normalen Periode nach der Fehlgeburt wieder versuchen. Länger zu warten bringt keine Vorteile, und viele Frauen möchten die Versuche fortsetzen, sobald keine gesundheitlichen Bedenken mehr bestehen. Sie sollten sich jedoch mit der Frage auseinandersetzen, ob Sie sich auch in psychologischer Hinsicht bereit fühlen. Es ist gesund und normal, die verlorene Schwangerschaft zu betrauern, und nicht jede Frau möchte sofort wieder schwanger werden.

  • Bei mir wurde ein polyzystisches Ovarialsyndrom diagnostiziert. Erschwert dies die Empfängnis, und wenn ja, warum?

    Bei Frauen mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom kommt es häufig nicht oder nicht regelmäßig zu einem Eisprung. Diese Frauen haben ihre Periode in unregelmäßigen oder größeren Abständen. Wenn kein Eisprung stattfindet, wird die Eizelle nicht aus dem Eierstock ausgestoßen und gelangt somit auch nicht in den Eileiter, wo sie normalerweise befruchtet werden könnte, um sich anschließend in der Gebärmutter einzunisten.

    Für die Anovulation (d. h. für Zyklen ohne Eisprung) beim polyzystischen Ovarialsyndrom stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Tabletten mit dem Wirkstoff Clomifen (Clomid) sowie die Injektion von fruchtbarkeitsfördernden Medikamenten. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Sie entsprechend beraten und an eine Spezialklinik überweisen.

  • Sollte man bei Kinderwunsch häufiger Geschlechtsverkehr haben als sonst? Kann zu häufiger Geschlechtsverkehr die Qualität oder Quantität des Spermas beeinträchtigen?

    Spermien, die zu lange in den Hoden verbleiben, weisen vermehrt DNA-Schäden auf und sind weniger befruchtungsfähig. Bei Paaren, die häufig (täglich) Geschlechtsverkehr haben, kommt es pro Ejakulation zu einer geringeren Spermienzahl, wobei die Spermien allerdings befruchtungsfähiger sind. Wenn Sie schwanger werden möchten, sollten Sie in der Eisprungphase nach Möglichkeit mindestens jeden zweiten Tag Geschlechtsverkehr haben.

    Die Clearblue Ovulationstests können dabei hilfreich sein. Wenn Sie häufiger Geschlechtsverkehr haben möchten, schadet dies nicht. Es ist allerdings auch wichtig, Stress zu vermeiden. Wenn Sie also lieber seltener Geschlechtsverkehr haben, versuchen Sie es einfach nur zu dieser Zeit des Monats vermehrt.

  • Wie lange sollte ich nach meiner letzten Schwangerschaft bis zum nächsten Empfängnisversuch warten?

    Es versteht sich von selbst, dass für Babys in den ersten Lebensmonaten die Zeit mit beiden Eltern wichtig ist – sowohl das körperliche Nähren beim Stillen als auch die Förderung und Bindung, die gerade in den ersten Monaten nach der Geburt von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung des Babys sind. Bei vielen Frauen, die stillen, kommt es nach der Geburt zu einer Pause, bevor die Menstruation wieder einsetzt. Dies ist jedoch nicht als Verhütungsmethode geeignet.

    Überlegen Sie auch sorgfältig, wie viele Kinder Sie haben möchten, und beachten Sie dabei Ihr Alter. Das Alter des Paares – insbesondere der Frau – wirkt sich maßgeblich auf die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Schwangerschaft aus. Wenn die Frau über 35 ist oder aus einer Familie mit früher Menopause stammt, sollte mit den erneuten Empfängnisversuchen eher früher wieder begonnen werden. Dasselbe gilt, wenn der Mann über 45 ist.

  • Kann es während eines Zyklus zu mehr als einem Eisprung kommen?

    Ja, das Auftreten von zwei Eisprüngen ist möglich; dies geschieht jedoch in der Regel ungefähr in derselben Zyklusphase. Auf diese Weise kommt es zu Schwangerschaften mit zweieiigen Zwillingen – wenn zwei separate Eizellen den Eierstock verlassen. Dies kommt bei Frauen über 35 häufiger vor, was einer der Gründe dafür ist, dass ältere Frauen häufiger Zwillinge bekommen. (Der andere Grund besteht darin, dass viele IVF-Kliniken bei älteren Patientinnen zwei Embryos in die Gebärmutter übertragen, während bei Frauen unter 40 im Allgemeinen ein Embryo übertragen wird.)

  • Können bestimmte Stellungen beim Sex die Chancen auf eine Empfängnis erhöhen?

    Dies ist höchstwahrscheinlich ein Ammenmärchen. Viele Frauen stellen fest, dass der Samen nach dem Geschlechtsverkehr aus der Scheide herausläuft und legen sich daher nach dem Sex auf ein Kissen oder legen die Beine hoch. Bei diesem Ausfluss handelt es sich jedoch nur um die Samenflüssigkeit. Die beweglichen Spermien dringen sehr schnell in den Zervixschleim ein, sodass Sie sich wegen dieses „Rückflusses“ keine Sorgen machen müssen.

  • Ist es wahr, dass das Liegen mit erhobenen Beinen für 30 Minuten nach dem Geschlechtsverkehr die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöht?

    Wahrscheinlich nicht. Siehe oben – wenn es passiert, dann passiert es, und das Liegen in ungewöhnlichen Positionen macht keinen Unterschied.

  • Ich leide an Endometriose und befürchte, dass ich vielleicht nicht schwanger werden kann. Ist das wahr?

    Viele Frauen mit einer leichten Endometriose werden problemlos schwanger, wenngleich die Wahrscheinlichkeit einer Subfertilität selbst bei den leichten Fällen höher ist als beim Altersdurchschnitt. Schwere Endometriose kann zu einer Beeinträchtigung der Eileiter- und Eierstockfunktion führen, und die manchmal mit der Endometriose verbundenen Verklebungen können die Eileiter blockieren. Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt kann Sie über mögliche Vorgehensweisen in diesem Fall beraten. Nach einigen Monaten ohne Erfolg sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen.

  • Wir wünschen uns ein Baby. Gibt es außer Folsäure noch andere hilfreiche Nahrungsergänzungsmittel für Frauen?

    Folsäure ist am wichtigsten. Es lohnt sich jedoch auch, Ihren Vitamin-D-Spiegel prüfen zu lassen und bei Vitamin-D-Mangel (der bei vielen Menschen vorliegt) ein entsprechendes Vitaminpräparat einzunehmen. Wenn Sie wenig rotes Fleisch essen, benötigen Sie möglicherweise ein Eisenpräparat, und bei veganer Ernährung sollten unter Umständen weitere Nahrungsergänzungsmittel in Betracht gezogen werden. Allerdings ist der Verkauf von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln an Frauen, die schwanger werden möchten, ein großes Geschäft, und es gibt nicht viele Belege dafür, dass gesunde junge Menschen, die sich ausgewogen ernähren, all diese Präparate benötigen.

  • Wir wünschen uns ein Baby. Gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die mein Partner einnehmen sollte?

    Dies ist nur der Fall, wenn Ihr Partner bestimmte gesundheitliche Probleme hat oder eine spezielle Ernährungsweise befolgt. Wenn Sie schon seit einer Weile versuchen, schwanger zu werden, können Sie gegebenenfalls Ihren Arzt bitten, die Spermienzahl Ihres Partners zu untersuchen. Wenn diese im Normalbereich liegt, müssen Sie sich über die Ernährung keine Gedanken machen. Hören Sie auf zu rauchen, trinken Sie Alkohol in Maßen und nicht mehr als zwei- bis dreimal pro Woche, achten Sie auf ein normales Gewicht im Verhältnis zu Ihrer Körpergröße (ohne jedoch zu viel abzunehmen), und genießen Sie Ihr Liebesleben.


Caroline Overton – Bin ich schwanger? – Fragen und Antworten

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Michael Thomas – Noch nicht schwanger – Fragen und Antworten

Michael Thomas


  • Hat Stress eine Auswirkung auf die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden?

    Stress wirkt sich wahrscheinlich in geringem Maße auf die Chancen einer Frau auf eine Schwangerschaft aus. Studien belegen, dass bei Leistungssportlerinnen und Frauen mit geringer Produktion der weiblichen Geschlechtshormone (zum Beispiel aufgrund von Essstörungen oder Untergewicht) die Stresshormone aktiviert werden, was wiederum einen Einfluss darauf hat, ob ein Eisprung stattfindet. Normaler Alltagsstress hat dagegen vermutlich eine geringere Auswirkung auf die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis. Gewöhnliche, kurzfristige Stresssituationen sollten sich nicht langfristig auf Ihre Fruchtbarkeit auswirken.

  • Meine Zyklen sind sehr kurz. Ist das der Grund, warum ich nicht schwanger werde?

    Die normale Länge des weiblichen Zyklus beträgt zwischen 23 und 35 Tagen. Bei Zyklen, die länger oder kürzer sind, kann es möglicherweise zu Fruchtbarkeitsproblemen kommen. Im Laufe der gebärfähigen Jahre einer Frau liegen die Zyklen in der Regel in diesem Zeitrahmen. Wenn Ihre Zyklen meistens kürzer als 23 Tage sind, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mit einem Fertilitätsmonitor für zu Hause können Sie den Zeitpunkt des Eisprungs besser bestimmen.

  • Ich bin bereits Mutter eines oder mehrerer Kinder, aber diesmal will es mit dem Schwangerwerden einfach nicht klappen. Woran kann das liegen?

    Die Chancen auf eine Schwangerschaft können durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt werden, selbst wenn Sie bereits ein Kind geboren haben. Das häufigste Problem ist Ihr jetziges Alter. Wenn Sie bereits ein Kind zur Welt gebracht haben, mittlerweile aber älter als 35 Jahre sind, könnte sich Ihre Empfängnisfähigkeit verringert haben. Es kann auch sein, dass es bei Ihnen zurzeit nicht mehr regelmäßig zu einem Eisprung kommt und/oder dass sich Polypen oder Myome in der Gebärmutter gebildet haben, die den Embryo daran hindern, sich einzunisten und normal zu entwickeln. Es kann auch sein, dass sich das Sperma Ihres Partners verändert hat. Zum Beispiel kann sich die Spermienzahl oder auch die Beweglichkeit oder Form der Spermien verringert haben. Wenn Sie Bedenken oder Fragen haben, lassen Sie sich medizinisch beraten.

  • Ich hatte in der Vergangenheit einen Schwangerschaftsabbruch. Kann sich das auf meine jetzigen Chancen auswirken, schwanger zu werden?

    Durch einen Schwangerschaftsabbruch wird die Empfängnisfähigkeit in der Zukunft normalerweise nicht beeinträchtigt. In seltenen Fällen kann es zu Verwachsungen in der Gebärmutter kommen, die sich auf die zukünftige Fruchtbarkeit der Frau auswirken. Wenn Sie normale Monatszyklen haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Verwachsungen Ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen, gering. Wenn Sie seit über einem Jahr versuchen, schwanger zu werden, jünger als 35 Jahre sind und Ihre Zyklen zwischen 23 und 35 Tagen lang sind, sprechen Sie mit Ihrer Fruchtbarkeitsklinik oder Ihrem Gynäkologen, um eine eventuelle Beeinträchtigung der Gebärmutter untersuchen zu lassen. Wenn Sie älter als 35 Jahre sind, sollten Sie sich nach 6 Monaten ärztlichen Rat einholen. Sprechen Sie von Anfang an mit Ihrem Arzt, wenn Sie über 40 Jahre alt sind.

  • Ich habe gehört, dass man die ovarielle Reserve (die Anzahl und Qualität meiner verbleibenden Eizellen) durch Bluttests zur Bestimmung des Anti-Müller- und FSH-Hormonspiegels ermitteln kann. Was bedeutet das?

    Bei Frauen mit Kinderwunsch, die älter als 35 Jahre sind, führen die meisten Ärzte routinemäßig Tests zur Ermittlung der ovariellen Reserve durch. Zu den Bluttests gehört eine Untersuchung auf AMH (Anti-Müller-Hormon), die zu jeder Zeit des Menstruationszyklus und sogar bei Einnahme der Anti-Baby-Pille durchgeführt werden kann. Das Anti-Müller-Hormon wird von den Zellen in den Eierstockfollikeln produziert und kann zur Ermittlung der ovariellen Reserve zu einem frühen Zeitpunkt bestimmt werden. Die Ergebnisse dieses Tests werden möglicherweise von jedem Arzt und jeder Klinik unterschiedlich interpretiert.

    Am dritten Tag Ihres Menstruationszyklus (d. h. zwei Tage nach dem Beginn der Menstruation) kann ein Bluttest zur Messung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) sowie von Estradiol durchgeführt werden. Anhand dieser beiden Tests kann zu Beginn des Menstruationszyklus, wenn ein dominanter Follikel für den Eisprung rekrutiert wird, eine etwaige Abnahme der Eierstockfunktion festgestellt werden. Ein weiterer Test zur Bestimmung einer verringerten ovariellen Reserve ist die sogenannte Antralfollikelzählung. Bei diesem Test wird am dritten Zyklustag anhand einer transvaginalen Ultraschalluntersuchung die Anzahl der Follikel ermittelt, die zur Rekrutierung bereit sind. Weitere Informationen zu Tests und Untersuchungen der ovariellen Reserve finden Sie auf der folgenden (englischsprachigen) Website: www.reproductivefacts.org

  • Ich bin 35 und habe den Partner fürs Leben noch nicht gefunden, möchte aber trotzdem in Zukunft Kinder haben. Sollte ich in Betracht ziehen, meine Eizellen jetzt einfrieren zu lassen?

    Einer kürzlich gemachten Aussage der American Society for Reproductive Medicine zufolge gilt das Einfrieren von Eizellen (Oozyten) nicht mehr als experimentelles Verfahren. Daher können Fertilitätskliniken jetzt Eizellen von Frauen einfrieren, die diese zu einem späteren Zeitpunkt verwenden möchten. Patientinnen, die diese Möglichkeit erwägen, können entweder nur Eizellen oder aber eine Kombination aus Eizellen und Embryos (mit Spendersamen befruchteten Eizellen) einfrieren lassen. Zurzeit werden das Auftauen der Eizellen und die anschließende Befruchtung von den verschiedenen Kliniken unterschiedlich gehandhabt. Man geht davon aus, dass die Aussichten auf Erfolg beim Auftauen und Implantieren von Embryos in die Gebärmutter größer sind als beim Auftauen von Eizellen zur Befruchtung zu einem späteren Zeitpunkt.

  • Ich glaube, dass ich nicht jeden Monat einen Eisprung habe. Was könnte die Ursache dafür sein?

    Es gibt verschiedene Gründe, warum Frauen manchmal nicht jeden Monat einen Eisprung haben. Wenn Ihr Menstruationszyklus 23 bis 35 Tage lang ist und Sie 3–14 Tage vor der nächsten Menstruation Symptome wie Brustempfindlichkeit, Blähungen, krampfartige Schmerzen im Beckenbereich oder in der Gebärmutter sowie Stimmungsschwankungen feststellen, dann ist wahrscheinlich ein Eisprung aufgetreten. Wenn Ihr Zyklus jedoch meist länger als 35 Tage ist, haben Sie möglicherweise nur in unregelmäßigen Abständen einen Eisprung, oder es treten gar keine Eisprünge auf. Die Mehrzahl der Frauen, die keinen Eisprung haben und nicht schwanger werden, leiden möglicherweise am polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS). PCOS ist eine angeborene Erkrankung, die dazu führen kann, dass eine Frau nicht in regelmäßigen Abständen einen Eisprung hat. Bei betroffenen Frauen kann es auch zu Spätakne oder einem vermehrten Haarwuchs im Oberlippen- oder Kinnbereich kommen. Im Ultraschallbild stellen sich die Eierstöcke möglicherweise mit vielen kleinen, nicht wachsenden Zysten dar. Zu den weiteren möglichen Ursachen für ein Ausbleiben des Eisprungs zählen eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), eine vermehrte Prolaktinproduktion (Hyperprolaktinämie) und die Zeitphase vor der Menopause (Perimenopause). Wenn Sie das Gefühl haben, dass bei Ihnen nicht regelmäßig ein Eisprung auftritt, sollten Sie sich medizinisch beraten lassen.